Verlässlichkeit
Verlässliche Grundschule (VGS)
Mit Beginn des Schuljahres 2001/2002 hat die Janusz-Korczak-Schule am Schulversuch „Verlässliche Grundschule“ teilgenommen. Das bedeutet, dass alle Kinder von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr in der Schule verlässlich betreut werden.
Die von unserer Schule erarbeitete Konzeption für Betreuung, Vertretung und Organisation stellt den Versuch dar, theoretisch-pädagogische Ansprüche und ministeriell erlassene Rahmenbedingungen auf die Realität unserer Nikolausberger Schule zu übertragen und miteinander in Einklang zu bringen.
Während alle Kinder der Jahrgänge 3 und 4 bis 13:00 Uhr am Unterricht teilnehmen, ist die letzte Stunde für die Jahrgänge 1 und 2 an drei Tagen die Woche als Spiel- und Betreuungsstunde ausgewiesen. Nach der gemeinsamen großen Pause sammeln sich die Betreuungskinder in den zugewiesenen Klassenräumen.
Betreuung am Schulvormittag
Das Betreuungskonzept am Schulvormittag der Janusz-Korczak-Schule
Die Betreuungskräfte
Das Betreuungsangebot in den ersten beiden Jahrgängen ist fester Bestandteil des Schulmodells Verlässliche Grundschule.
- Betreuungskräfte arbeiten in eigener pädagogischer Verantwortung und halten ständigen Kontakt zu den Klassenlehrkräften. Die Betreuungskräfte sind für die Erziehungsberechtigten die ersten Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen. Bei weiterem Beratungsbedarf stehen auch die Klassenlehrkräften und die Schulleitung für Gespräche zur Verfügung.
Das Betreuungsangebot
Für die Betreuung erhalten wir ein Budget zur Errichtung einer Betreuung für die Kinder der Jahrgänge 1 und 2 an den Tagen, wo der Unterricht nicht bis um 13:00 Uhr geht. Die Betreuung findet in den jeweiligen Klassenräumen statt, und gelegentlich auch im Werk- oder Musikraum. Zur Zeit findet an der Janusz-Korczak-Schule an 3 Wochentagen Betreuung statt. In der Janusz-Korczak-Schule soll eine an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Betreuung stattfinden. Deshalb findet eine regelmäßige Absprache zwischen den beteiligten Personen statt.
Die Förderung folgender Bereiche sollen bei der Betreuung Berücksichtigung finden:
- Kreativität kann durch vielfältige gestalterische und darstellende Angebote wie Basteln mit unterschiedlichen Materialien, Werk-, Kunst- und Ausdrucksprojekte angeregt werden.
- Durch Bewegung und Spielen im Freien soll dem Bewegungsbedürfnis der Kinder Rechnung getragen werden. Zur Verbesserung der Motorik und allgemeinen Kondition auch unter dem Aspekt des angemessenen Sozialverhaltens können z. B. kleine Spiele und bei entsprechender Qualifikation der pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Angebote zum Turnen, Toben und Raufen oder Ausdauertraining durchgeführt werden. Das Schulgelände wie auch Sport-, örtliche Spielplätze oder der Wald können als Bewegungsräume nach Absprache genutzt werden.
- Konzentration und Entspannung können durch Wahrnehmungstraining mit allen Sinnen, Koordinationsübungen zur Vernetzung der beiden Hirnhälften, Stilleübungen wie Mandalas malen, Fantasiereisen, musikalische Reisen, Geschichten erzählen und Vorlesen gefördert werden.
- Soziale Kompetenzen können durch vielfältige Spielangebote und gemeinsames Nachdenken über Konfliktlösungen und Einbeziehung von Außenseitern gestärkt werden und Verhaltensauffälligkeiten entgegenwirken. Sozialformen wie Partner- und Gruppenarbeiten können trainiert werden.
- Wertevermittlung kann spielerisch durch eine Verbesserung der Empathiefähigkeit und Auseinandersetzung mit den Gefühlen der anderen Gruppenmitglieder stattfinden.
Organisation
Die Betreuerinnen und Betreuer planen in regelmäßiger Absprache untereinander und mit den Kindern die Angebote für den Tag/die Woche. Alle Kinder treffen sich zu Beginn der Betreuungszeit in ihrer Gruppe. Dort findet am Anfang eine kleine Aktion oder Ritual zur Begrüßung und das Vorstellen der Tagesangebote statt. Aufräumen und ein kleines Abschlussritual beenden die Betreuungszeit. Vorwiegend wird in geschlossenen Gruppen gearbeitet. Die Gruppen können auch eine gemeinsame Aktion durchführen.
Bei Ausfall einer Betreuungskraft wird die Gruppe ohne Leitung auf die 2 anderen aufgeteilt. Bei Bedarf können auch Vertretungslehrkräfte oder Lehrkräfte für die Vertretung der Betreuungskraft eingesetzt werden.
Soll ein Kind zeitweise auf Wunsch der Erziehungsberechtigten - aus wichtigem Grund - keine Betreuung erhalten, so ist dieses schriftlich bei der Schulleitung abzumelden.
Bei auftretenden Disziplinarproblemen sind die entsprechenden Erziehungsberechtigten umgehend zu unterrichten. Die Schule behält sich vor, bei sich wiederholenden Disziplinarproblemen wie Missachtung der Schulordnung und geltenden Regeln, Gefährdung anderer Schülerinnen und Schüler, Eigengefährdung oder Verweigerung von Anweisungen durch die Betreuungskräfte, Kinder zeitweise oder gänzlich von der Betreuung auszuschließen.





